Freitag, 12. August 2016
Huxley’s schöne, neue, Digitalwelt?

Wir waren immer und bleiben es auch: Analog. Bis uns die von uns geschaffene Technik zwang, Teile der Welt digital wahrzunehmen. Bereicherte uns das?
Bei Olympia findet das Geschehen analog statt, wird jedoch für die weltweite Kommunikation digital umgeformt: Z. Z. machen wir es uns einfach. Wir lassen die dritte Dimension ganz einfach weg, formen sie zurück in zweidimensionale Anschauung mit dreidimensionaler Täuschungsoptik.
Eine ganze Industrie bemüht sich tagtäglich darum, bildhaft von jedem Beobachter wahrzunehmen, wie in Bahnen und Bussen aus lebendigen Wesen, analog empfindende Menschen, digital funktionierende werden. Sie ignorieren die (lästige?) analoge Umwelt und sind mit ihren verkümmerten Sinnen vertieft in digitale Zeichen, welche für sie die Welt darstellen. Eine Ersatzwelt aus Schein.
Wer nur einen Meter von den Millionen Akteuren entfernt sitzt oder steht, vermeidet die analoge Ansage und das Zuhören. Stattdessen sendet und empfängt er wie ein nachgeäffter Computer. Und tippt und tippt.
Schöne neue Welt der fast hirnlosen „Puppen“?. Gesteuert von Chips. Denen aber wäre es lieber, falls sie die mögliche Optimierung empfinden könnten, hätten sie kein Hirn…dann ginge alles noch schneller.
Wer rettet uns die analoge Welt?


© Karl Wilhelm Goebel

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