Sonntag, 12. August 2012
BURGWEDEL: „EXPORT“- MEISTER?
Was ist Export?
Die Medien nutzen den Ausdruck des „Exportweltmeisters Deutschland“ bei jeder Gelegenheit, ohne jedoch genau darzustellen, was damit gemeint ist. Vielleicht weil alle Fernseher, Hörer oder Leser den Inhalt schon längst begreifen. Nämlich, dass Deutschland besonders viele Waren oder Dienstleistungen seines Bruttoinlandproduktes (BIP) über die Staatsgrenzen (Verwendungsrechnung) verkauft. Das war historisch übrigens u. a. ein reich machendes Merkmal der Deutschen Hanse, der Fernhändler, der Reeder.

Im Gegenzug erhalten die Lieferer (Exporteure) Forderungen!
Parallel zur Lieferung werden Geldforderungen gegen das Ausland fällig. Eine der positiven Nebenwirkungen für unser „Exportland“ ist die prächtige Beschäftigungslage auf gut bezahlten Arbeitsplätzen. Und in deren Gefolge ein sich bildender, gewisser mehr oder weniger allgemeiner Wohlstand, der sich nicht allein in jedem Geldbeutel findet. Es sind die Rahmenbedingungen, an denen wir Einheimischen oft genug achtlos vorbeigehen. Touristen erkennen die wohlhabenden Verhältnisse an vielerlei Erscheinungen.

Grenzen um eine Stadt?
Staat bzw. Landesgrenzen? Ja, das leuchtet vielen Menschen ein. Eine solche Grenze kann der Ökonom in analoger Anlehnung an die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) aber auch um eine Kommune ziehen. Um beispielsweise jene Leistungen zu ermitteln, für welche Gelder aus fremden Kommunen, aus anderen Ländern, anderen Staaten in die Stadt und an ihre Einwohner direkt oder mittelbar fließen.

Wann ist eine Stadt „Exporteur“?
Um es kritisch zu sagen, es gibt keine zwingende Vorgabe für die Definition. Bedeutende Orts- „exporteure“ von Waren und Leistungen, die den Wohlstand innerhalb der Kommune überproportional stützen und nicht unbeträchtlich mehren, sind zumindest alle jene Unternehmen, deren Umsatz i. d. R. ab 68,27 % von Marktteilnehmern (Firmen oder Privatpersonen = Kunden) stammt, die ihren Firmen - oder Wohnsitz nicht in der Stadt haben.
Der Absatzmarkt geht bei diesen Firmen i. d. R. weit über den lokalen Standort hinaus, ist also ein besonderes Zeichen für eine überragende Marktstellung und höchste Marktattraktivität.
Das liefernde Unternehmen ist umso bedeutender, je mehr Kundennachfrage von außerhalb an den Lieferstandort gebunden wird. Das führt in der Lieferkommune schon mittelfristig zu einer exorbitanten Wirtschaftskraft.

Ist Burgwedel eine „Exportstadt“, also ein ökonomischer Leuchtturm?
Einfache Antwort: Vermutlich: Ja!
Wir mögen hier aber spekulativ und ohne Autorisierung keine Identifikationen zusammenstellen, welche Unternehmen am Ort dazu gehören. Das wäre vielleicht indiskret, wahrscheinlich unvollständig oder gar falsch, weil die genaue Kenntnis u. a. wegen des Datenschutzes natürlich fehlt. Obwohl im Internet unter http://unternehmensregister.de eine Reihe von Fragen zu beantworten wären.
Allerdings ist davon auszugehen, dass noch nicht sehr viele Unternehmen ihre Dateien akribisch geografisch analysieren und Marktstrategien darauf abstimmen.
Helfen wir dem näher interessierten Leser/Unternehmer heute nur zu gewissen Einsichten bei verständlicher Neugier:

• Z. B. ein sehr großes Möbelhaus, das seinerzeit sogar veröffentlichte, wie wenig Umsatz aus Burgwedel kommen wird. M. a. Worten: Der Umsatz wird im Sinne unserer Definition fast ausschließlich von außerhalb generiert...
• Z. B. eine große Drogeriekette, für die mehr als zehntausend Menschen außerhalb der „Stadtmauern“ tätig sind und in Milliardenhöhe der hiesigen Zentrale „zuarbeiten“…
• Z. B. einer der großen Hörgeräte - Filialisten hat hier seinen Firmensitz…
• Z. B. ein seit Jahrzehnten wohlbekanntes Kosmetikunternehmen mit einem Alleinstellungsmerkmal, das schon vor zig Jahren vorbildlich Natur- und Gesundheitsaspekte betonte…
• Z. B ein international bedeutender Autoräder – Service
• Z. B. ein Elektromaschinen- Unternehmen
• Z. B. ein bundesweit bekanntes Orthopädieunternehmen
• Z. B. ein großes Hotel an den Toren…
• Und. Und. Und.

Die Liste lässt sich namhaft verlängern. Fakt ist,
• in Burgwedel gibt es eine Reihe von Unternehmen, die erfolgreich und bescheiden am Ort zugleich auftreten, was keineswegs überall ebenso selbstverständlich ist. Sie wirken produktiv über die Grenzen der Stadt hinaus und arbeiten Tag für Tag auch für den ausgezeichneten Ruf der „exportierenden Stadt“ Burgwedel.

Es sind gerade diese
„ÖRTLICHEN LEISTUNGSEXPORTEURE“,
denen eine zusätzliche Plattform und weitere soziale, gesellschaftlich - städtische Anerkennung geboten werden sollte. Im Gegenzug wäre so manche besonders nützliche, Freude bereitende und Image fördernde Aktivität, mit schönen Effekten für die ganze Bevölkerung, zu erwarten.

Wichtig:
Dieser Blog ist eine Basis, um eigene Unternehmens- oder Unternehmer - Meinungen darzustellen und eine örtliche „Exporteur - Initiative“ in Gang zu setzen. Packen Sie es an. Wir wollen Ideelles, also Gutes!
Nutzen Sie diesen Blog
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für Ihr erstes Interesse oder schreiben Sie an
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Sonntag, 12. August 2012
© Karl Wilhelm Goebel (s. a. http://XING.com)
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