Sonntag, 17. Februar 2013
Das Jahr des Wulffs…
Schon ein Jahr her. als der Wulff wieder seinen Schafspelz anlegen musste. Inzwischen verließ er die Burgwedeler grünen Wiesen und kehrte seinen Rücken, zum Ende seines Märchens sogar dem Städele. Er sucht vermutlich in der weiten, weiten Welt ein neues Glück, denn das alte zerbrach wie Glas…
Wenn es auch niemand sagt:
Er ist das Opfer des Generalplanes einer mächtigen, aber freundlichen Dame in der 273 km entfernten Stadt Berlin. Sie hat es, wie Eingeweihte wissen, immer auf jüngere Ehrgeizlinge abgesehen. Inzwischen möchten viele aus der Ferne schon ein Lied von ihr singen, das kaum des Lobes wäre. Doch...
Deren wahres Gesicht erkennen nur wenige Begnadete. Die halten sich feige oder kluger Weise fern. Die meisten Männer, z. B. ältere Maier, folgen ihr sogar heute noch ohne Argwohn und Furcht. Darunter besonders solche mit dem Taufnamen Christian, nomen est omen, weil man diese mittelalte Frau christlich - demokratisch nennt. Die Gute entstammt schließlich einem christlichen Pfarrhause...Na, denne...
Nun, unser junger Held Christian irrt derzeit im Land der Cherusker, hat sogar einen Ehrensold, doch die Stammesehre will ihn nicht mehr so recht begleiten. Auch die damalige, öffentliche Bummtrara - Verabschiedung hat ihm nichts genützt.
Die Moral von der Geschichte:
Wer sich heutzutage mit druckgeschwärzten, papiernen Tigern anlegt, indem er hörbar aus der Ferne vom Rubikon redet, darf sich nicht wundern, wenn die Machtbesessenen dann unter moderner Berufung auf Demokratie und Menschenrecht sogar sandfarbene Klinker in der Kleinstadtidylle zu ästhetischen Feinden der Republik ausrufen. So sind halt die Gewohnheiten seit Römerzeiten. Von dort kommt unsere Kultur.
Na, bleiben wir beruhigt. Im Burgwedeler Wappen ist die Wolfsangel fest verankert.
Wir müssen uns nichts Böses denken.

Sonntag, 17. Februar 2013
© Karl Wilhelm Goebel

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Dienstag, 12. Februar 2013
Alle reden über Burgwedel
Burgwedel, im Nordosten von Hannover, ist verwaltungsrechtlich eine Stadt, jedoch keine City. Die bleibt nach wie vor in Hannover.
Burgwedel beschreibt einen ländlichen Raum mit viel Idylle. Wer sich davon ein Bild machen will, findet keine bessere Übersicht als in den Radierungen der hiesigen Künstlerin Heidi Grotwinkel. Hier der Link zum käuflichen Werk:
http://www.amazon.de/Heidi-Grotwinkel-Radierungen-1975-2002-Isernhagen/dp/3000219307/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1360666617&sr=1-1

Wo kein Geld ist, da läuft bekanntlich auch nichts. Zur Freude der örtlichen Geschäftsleute findet sich jedoch ein gewisser Wohlstand, denn das Durchschnittseinkommen liegt immerhin um ca. 26 % über dem Bundesdurchschnitt.
Alle Schulen, Kindergärten, Ärzte und ein Krankenhaus gehören zur Infrastruktur, ergänzt um die Angebote verschiedener Vereine. Weil keineswegs überall selbstverständlich: Freibad, Golfclub im Ortsteil Engensen, in den Nachbargemeinden Isernhagen und Langenhagen, dort sogar, ganz selten in Deutschland, außerdem ein Poloclub.
Pferdesport ist seit Kaisers Zeiten Sache der hiesigen Einheimischen. Sie züchten und siegen oftmals. Wer kennt sie nicht die Hannoveraner?
Restaurantofferten und Hotelangebote erfreuen (Michelinauszeichnung und mehrere Sterne für Hotelkomfort) sogar höchste Ansprüche.
Gute Einzelhandelsangebote vor Ort, unweit in Langenhagen wartet eine komfortable Ergänzung und im Isernhagener Ortsteil Altwarmbüchen sind wirklich reichliche Angebote vorhanden. Überall lässt sich bequem parken.
Der motorisierte Mensch hat es nicht weit bis zur Auffahrt 54 der deutschen Nord – Süd - BAB 7.

Nicht genug der Vorteile:
Burgwedel liegt zusätzlich an der Metronom-Strecke 15 Minuten von der alten Herzogstadt Celle entfernt (eine Station) und hat, in anderer Richtung, zwei Stationen weiter, nur 12 – 13 Minuten bis zur bundesweit bekannten Einkaufs - City Hannover. Das ist eine komfortable, fantastische Bahnverbindung sogar in der 2. Klasse. (Rauchverbot, kein Alkohol!) im ÖPNV.
Probieren Sie es mal aus.
Dienstag, 12. Februar 2013
© Karl Wilhelm Goebel

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Mittwoch, 30. Januar 2013
Dschungel - Kultur - Camp
Mittwoch, 30. Januar 2013
Gestern, zu später Stunde, als ich intuitiv noch einmal zu TV - Lanz schaltete, hörte ich von der Sendung über die unsinnigen Blödheiten im Dschungelcamp, dass diese Sendung, das Format ? das Konzept? für den Grimme -Preis vorgeschlagen wurde...

Ein Schauspielerin, sozialisiert in der DDR, konnte es nicht fassen, war ganz außer sich, so, als müsse sie zur „Konterrevolution“ aufrufen, null Toleranz, vermutlich auf der Basis einer sehr klein karierten Denke. .

Lanz sülzte herum, während Matussek zögerte und sich nicht erklären mochte. Er zog Vergleiche zum Trash und verwies auf ein Objekt im MOMA in N. Y. Karl Dall laberte nach seiner Überzeugung tiefsinnig...

Die Frage: „Ist das Kunst?“ wurde von „absurd“ bis, „na, ja, heutzutage ist ja Manches Kunst...“ ungenau bis nicht beantwortet.

Ich bin kein Gucker der „Dschungel“ - Sendung, habe über die Zeiten insgesamt nicht einmal 15 Minuten konsumiert. Deswegen kann ich kaum qualifiziert darüber sprechen.
Doch sollen dort nach Konzeption 5 oder 6 real existierende Menschen verschiedenen Alters und aus beiden Geschlechtern nicht schauspielern, sondern ohne Drehbuch eine bestimmte Zeit unter primitiven Bedingungen leben und dafür ein relativ hohes Honorar erhalten, was zu unvorhersehbaren, individuellen Verhaltensweisen bis hin zu neuen Normen führt.

• Wir sind es gewohnt, ein Bühnenstück, ein Drehbuch, ein Storyboard, ein Hörspiel und die Vorbereitungen, die Aufführungen, den Prozess, selbst zu bewerten, um dann vielleicht zu dem Schluss zu kommen, das ist Kunst oder eben keine?
• Ist es heute ebenfalls Kunst, wenn jemand 22 uninformierte Männer (oder Frauen) mit einem Fußball – ohne Erläuterung der Regeln - auf einen abgegrenzten Rasen schickt und ihnen sagt, nun versucht mal, in der kommenden Stunde zu spielen oder so….?
• Ist es Kunst, wenn man Instrumente an Nichtmusiker verteilt und den Empfängern nichts vorgibt, außer: „...ihr habt 3 Stunden und macht während dieser Zeit Musik oder...“?
• Man installiert an einem öffentlichen Platz auf einem Dach eine TV – Kamera und filmt für 3 Stunden das gewöhnliche Geschehen, vielleicht noch mit dem schriftlichen Hinweis an alle (zufälligen) Passanten, dass es da oben eine laufende Kamera gebe...

Ratlosigkeit.
Vielleicht sollten wir uns an den verstorbenen
• Christoph Schlingensief erinnern?
• An Warhol?
• An Beuys?

Ich frage mich, ist das Ganze ein kultureller Gag, ist das Verfall, ist das Dekadenz der Macher, Dekadenz des Publikums?
Sind wir alle ein wenig gaga???


© Karl Wilhelm Goebel

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Samstag, 19. Januar 2013
Hannover und „umzu“ heute
Vor etwa 30 Jahren schrieb ein Kolumnist in der ZEIT über Hannover, so ist Hannover in Deutschland die „Hauptstadt der Mittelmäßigkeit“. Mittelmäßig im gaußschen Sinne, ja, das stimmte schon, denn Hannover hatte kaum Superlative vorzuweisen, war zufrieden mit jedem Komparativ, denn hier war und ist auch heute noch kaum anderes als eine vielleicht bürgerliche Ordnung, den Deutschen nachgesagte, spaßfreie Vernunft, weder schreiende Armut noch hochgetakelter Reichtum oder gar, wie die unsolide Presse palavert, eine Geheimverbündelung am Werke Aber mehr als eine Million Menschen sind in der Region wohnhaft.
Der völkische Charme hat hier rechte Winkel.

Begonnen hatte die hannoversche Wiederauferstehung nach dem Kriege mit der alliierten Entscheidung für eine Industriemesse vor den Toren der Stadt. Schon bald kamen Millionen Besucher im kurzen Frühlingszeitraum. Messe, modernes Gelände, stets besser werdende störungsfreie Verkehrsanbindung, lebendiger Aufenthalt und die „aufgeräumte“ Gastgeberstadt einschließlich Umland wurden weltweit zum ökonomischen Must. Langsam wuchs ein positives, wenn auch bescheidenes Image, das jedoch von Berufsnarren, wie Harald Schmidt, Oliver Pochen und manchem Kabarettisten gerne tv - wirksam bespöttelt wurde. Hannover lebt gut, allein weil herabwürdigend vor Millionen über die Stadt hergezogen wurde?

In diesen Tagen wird erinnert an die Bombentat von 1943, als das Schloss im Barockgarten Herrenhausen in Trümmer gelegt wurde. Seit damals, also seit ca. 70 Jahren, blieb das aufgeräumte Grundstück, wie ein Mahnmal, leer, nur ein gemauertes Halbrund erinnerte. Heute vermutet man, das war eine kluge Tat von Verantwortungsvollen, die historisch belegte Planfläche frei zu lassen, denn durch das stumme nur Dasein wurde viel Nachdenken gefördert. Die Volkswagenstiftung machte es jetzt möglich:
Endlich feiert das Land Niedersachsen mit einem Ministerpräsidenten schottisch-deutscher Herkunft an der Spitze, den teuren Wiederaufbau und begrüßt als Gäste britische Prinzessinnen Jahrhunderte später an Ort und Stelle im Park des weißgelben, Königshauses „Hannover“. Dort wird an den damals hier tätigen großen Leibniz erinnert. Er soll in Zukunft für die hannoversche Wissenschaftslandschaft geistiger Vater werden. Oder bleiben.
Zeitgleich in den Kinos läuft ein Film über einen Sohn der Altstadt mit seinem tragischen Schicksal. Ein erfolgreicher hannoverscher Boxer mit Namen Trollmann. Der Film verweist auf subtile Weise auf die schreckliche braune Epoche, in der dieser Boxer wegen der Zugehörigkeit seines Vaters zu den „Zigeunern“ abtauchen musste.
Aber:
An diesem Wochenende ist Hannover auch noch aus einem anderen Grund im medialen Interesse. Hier werden politische Weichen gestellt, ob denn die aktuelle Koalition im Bund, in Berlin, Aussichten hat oder wie sich die Machtzukunft im ganzen Land gestalten wird.
Noch ein Hannover packendes Ereignis vom Freitag:
Fußball 96 verlor gegen Schalke 04 mit 4:5.

Zur Zukunft:
Mit einer kulturgeschichtlichen Verspätung von 1.200 Jahren wachsen in "H" Bedeutung und Historie langsam, langsam heran.
Bleiben wir geduldig.

Samstag, 19. Januar 2013
© Karl Wilhelm Goebel
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Montag, 14. Januar 2013
Talente! Keine Pseudo – „Super“ – Talente für Pille- palle
Den wissenschaftlichen Beweis können wir nicht antreten, wenn nachfolgend behauptet wird, dass alle Menschen über eine oder mehrere Fähigkeiten verfügen, die sich signifikant zeigen können, wenn nach ihnen sinnvoll in jungen Jahren gefahndet wird. Aber bitte nicht über unechte Casting-Shows...
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Talentsuche geschieht seit alters her intensiv von Eltern, die so vorgehen, wie Tiere bestimmter Gattungen: Die Adlereltern suchen beim Nachwuchs in den Lüften die Fähigkeit des Spähens und Stürzens. Hasenmütter möchten gerne, dass ihr Nachwuchs unauffällig bleibt, flitzen und Haken schlagen kann, während die Schlange erwartet, dass die Jungschlange sich kraftvoll und elegant zu bewegen weiß.
Hirschböcke sollen röhren und kämpfen. Allen gemeinsam ist, dass die Elternpaare immer nach dem suchen, was in ihrer Art, bei ihnen individuell als genetisches Programm prädisponiert ist und allein deswegen besonders geschätzt wird. Der faule Nachwuchs heute möchte allerdings gerne ohne Studium, ohne 10.000 Übungsstunden auf Bühnen unter Beifall „trällern“...Oh. Wie naiv.

Die außergewöhnliche Fähigkeit eines Albert Einstein wurde erst extrem spät offenkundig. Niemand hatte bei ihm nach der speziellen Begabung, seiner wirklichen Fähigkeit, gesucht. Er wurde durch zufällige Fügungen quasi „auf sich selbst“ aufmerksam.
Ein Schachspieler fällt überhaupt nur auf, wenn er folgende Bedingungen erfüllt: 1. Er muss das Spiel wo und wie immer für sich entdecken. 2. muss er Freude daran finden, sich dem Lernprozess stellen und alsdann hingebungsvoll üben. 3. sollte er genügend Ehrgeiz entfalten und der relevanten Gemeinschaft durch Siege auffallen. Sonst wird er niemals international...
Ein Tennistalent wie Boris Becker wurde als Kind von seinem gesellschaftlichen Umfeld auf den roten Sand gelockt oder mehr oder weniger gezwungen und entwickelte dort schon früh gewisse spielerische Fertigkeiten, die bemerkt wurden und zu früher Förderung führten.
Ein Wolfgang Amadeus Mozart wäre kein beachteter Dieter - Bohlen – Sänger geworden, weil sein Vater ihn niemals auf ein derart banales Talent hin überprüft hätte. Von den Malern Tischbein wird berichtet, dass sie über Generationen die Maler - Fähigkeiten aufwiesen. Wir können heute mit Gewissheit sagen, dass der elterliche Fokus bei der Talentsuche vollständig zielgerichtet war.
Ist der Vater gar ein berühmter Bogenschütze, probiert der Sohn irgendwann die Scheibe zu treffen. Ein Radrennfahrer lenkt den Nachwuchs zur Tour de France. In Deutschland sind so viele Väter bemüht, ihren Söhnen und neuerdings sogar manchen Töchtern das Fußballspiel nahe zu bringen, dass kaum ein Talent unbemerkt bleiben dürfte. Ein mallorquinischer Junge probierte in früheren Zeiten wahrscheinlich das, was Väter vormachten: Den im ganzen Mittelmeerraum berühmten und gefährlichen Steinschleuderwurf. Und eine Kickboxerin, die dazu noch Ärztin ist, prüft in unserer Zeit ihren Nachwuchs ziemlich sicher auf wenigstens zwei Talente.

Viele Scouts, Gruppen, Vereine oder Verbände machen es sich mit der Nachwuchssuche viel zu leicht, indem sie nicht systematisch nach dem Menschen mit dem Merkmal eines bestimmten Talents fahnden (M tal) sondern die Suche erst nach einer (unsystemischen) Filterung beginnen, indem sie (nur) fragen, wo ein Talent bereits aufgefallen ist...Das ist für eine echte Talentsuche der falsche Weg.
Denn die Wahl findet nur unter jenen „M“ statt, die bereits das Glück hatten, dass ihr besonderes Merkmal „x tal“ bereits erkannt und erfasst werden konnte. Richtig und erfolgreich wäre sie nur, wenn rücksichtslos wirklich alle jungen „M“ auf ihr Talent hin (tal) speziell möglichst früh überprüft würden. Es nützt nämlich nichts, wenn man ein Fußballtalent ans Klavier setzt, einen Langstreckenläufer zum Kegeln anregt, einen Schreiber mit Mathe quält. Oder sich darauf verlässt, dass die richtigen Talente bereits in der richtigen Förderschmiede sitzen. Das wäre reiner Zufall.
Darum ist es so wichtig, dass die sog. Bildungsfernen, übersetzt als Aktivitätsfernen, in unserem Lande zunächst herangeführt werden. An was auch immer. (Nur nicht an eine Show „Supertalent“...)
Unter eine Millionen ist vielleicht ein einziges echtes Talent. D. h. in diesem Falle: Mit 999.999 geprüften Nichttalenten muss die Gesellschaft alsdann allerdings klar kommen.
Der Einzelne hat damit kein Problem, weil er flexibel ein anderes seiner Talente zur Wirksamkeit kommen lässt. Jeder hat genug davon. Fragen sie mal nach dem menschlichen Gen-Pool...Aber bitte nicht einen „King of Pop“ aus Tötensen...
(tal = Talent)
Montag, 14. Januar 2013 © Karl Wilhelm Goebel

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Dienstag, 8. Januar 2013
Höhere Einkomensteuer? Depardieuren Sie dann auch?
Der Staat sind wir.
Die Republik sind wir.
Das Bundesland sind wir.
Die Region sind wir.
Die Stadt sind wir.
Der Ortsteil sind wir.
Und überall gibt es die „notwendige Verwaltung“, gibt es „Aufgaben“ und „Ämter“, „Ehrenämter“, „haupt- und nebenamtliche Ämter“, Beamte, Angestellte und „öffentliche Aufgaben“!
Wer bezahlt das alles? Klar.
Wir!

Die Steuern wären noch höher, wenn es die Tausende von freiwillig Arbeitenden nicht gäbe, für die kein Lohn, kein Gehalt verbucht und auch nicht gezahlt wird, weil ein erlöster „Mehrwert“ für solche Mitarbeitenden nicht da ist.
Die Tätigkeitsbezeichnungen lauten euphemistisch:
„Helfer“, „Freiwilliger“ oder „Dienstleistender“...
Das sind Männer, die in der eigenen „Freizeit“ dem kleinen Sohn das Kicken beibringen, Essen für die Tafel einsammeln oder, meistens Frauen, den Alten und Bedürftigen helfen, zu leben...Zum Beispiel.

Gäbe es sie nicht, müssten in unserem Bundesstaat, Bundesland, der Region oder der Stadt Steuern für deren Bruttolöhne angehoben werden. Die politische Diskussion erschöpft sich, seit wir keinen dirigierenden Kaiser mehr haben, allerdings hauptsächlich nur in der Frage:
Steuern möglichst vom politischen „Gegner“ und wie viel? Einer dringend erforderlichen Revision der Staatsaufgaben weichen indessen alle aus.
Beachte: Der „kleine Mann“ kann – auch alle zusammen genommen -, nicht ausreichend den Staatsapparat finanzieren, konnte er noch nie. . . Das muss klar sein.

Wenn ein Milliardär in Deutschland aber z. B. 80 Mio. € brutto im Jahre 2012 verdient hat, muss er in DE rund 40 Mio. € Einkommenssteuer an den Staat zahlen. Natürlich versucht er, das Ganze zu „optimieren“ mit dem Ziel: Steuern zu sparen... Dabei gelingt es oftmals, mit steuerlichen Raffinessen eine etwas günstigere Situation zu „kreieren“. Doch lassen wir das, der Übersicht wegen.
Nun hat er nur - also nach Zahlung der Hälfte an den Staat, mit dem der (hoffentlich) Gutes tut - noch 40 Mio. netto (pro Jahr!). Das sind dann monatlich 3,33 Mio. € zum Ausgeben.

Würde man sagen, umgerechnet: Nur 100 Ts. € pro Kalendertag, dann hörte sich das nach Zynismus an. Doch, ernsthaft, in diesen Ausgaben, die unser Mann von seinem netto verdienten Einkommen dann in Geschäften, bei Lieferern, bei Institutionen lässt, (gilt für alle sonstigen Einkäufer ebenso) sind ja schon wieder die Mehrwertsteuern (19 %) mit effektiv 19/119 = 16 % Anteil enthalten, sofern der Mensch sich für das Nettogeld überhaupt etwas kauft...Was sollte er aber sonst mit dem Geld machen? Es sei denn, er heißt Donald Duck und stapelt die Münzen...

Soll dagegen der Einkommensteuersatz künftig in Frankreich 75 % betragen, dreht ein Rotwein liebender, nicht gerade an Magersucht leidender französischer Filmschauspieler, der dem Obelix immer ähnlicher wird, durch. Da hilft ihm total sozial, sein Freund, der profilneurotische Nachfahre des Zaren mit Namen Putin und schenkt ihm völlig form- und bedingungslos die russische Staatsbürgerschaft, damit der Depardieu, so heißt unser Held, nur noch 15 % zahlen muss. Weiß der Depardieu aber,wie mit ihm umgegangen wird, wenn er eines Tages mal kein hohes Einkommen mehr bezieht? Russland ist kein Sozialstaat…
Aber, der Nachfahre aus der französischen Revolution, an Aufstände gewöhnt, ist etwas leichtfertig, lehnt sich zufrieden, weil erfolgreich, zurück, kassiert Dividenden aus dem Westen und verkostet weiterhin die guten französischen Weine, während seine Landsleute „haushalten“ müssen...
Ist das ein Skandal?
Auch in Frankreich bestimmt die gewählte Mehrheit über Staatseinnahmen, also auch über Steuern. Die sollten im Prinzip gerecht sein.
In Russland mit seinen Öl- und Gasvorkommen ist der Staat auf Steuern nur marginal angewiesen. Dort gibt es einen „Herrscher“, der „seine Freunde“ besonders nett behandelt. So lange sie „bedeutend“ sind…

In vielen arabischen Ländern werden gar keine Steuern vom Volk erhoben, weil dort die Ölquellen sprudeln und aus dem Westen genügend Gelder zur Abdeckung von Staatkosten und mehr einspülen.

Und in DE gab es sogar eine öffentliche Liste von Bürgern, die trotz hoher Steuern meinten, der Staat solle ruhig mehr fordern, von denen, die mehr zahlen könnten. Auch von ihnen...
Das ist lobenswert, echt demokratisch gedacht und das Gegenteil vom „Depardieuren“.
Denn in einer Demokratie kann der Einzelne für eine Sache kämpfen, von der er meint, sie sei gerecht. In einem Lande, in dem die Willkür regiert, herrschen, so scheint es, Barbaren, wie diese Menschen, Völker und ihre Herrscher seit alters her bezeichnet werden. Ihnen fehlt es an der Kultur, gemeinsam das Gemeinwesen zu tragen.
Dagegen gilt bei uns der Grundsatz: Jeder nach seinen Fähigkeiten. Wenn die sich aber im Rotwein trinken erschöpfen, ist Dekadenz manchmal in Fettsucht erreicht.
Adieu Depardieu!
Dienstag, 8. Januar 2013
© Karl Wilhelm Goebel

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Donnerstag, 3. Januar 2013
Tucholsky 1927 und 2013 wir…

1927:
Das Ideal
"Ja, das möcht’ste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die (glitzernde) Friedrichstraße (Berlin); mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehen – aber abends zum Kino hast du’s nicht weit."
(Theobald Tiger alias Kurt Tucholsky, 1927)

2013:
Der Fortschritt
Die Wohnwirklichkeiten, knapp einhundert Jahre später, unterscheiden sich. Ca. 70 % der Menschen in diesem Lande wohnen „im Grünen“ – mehr oder weniger. Die Meisten haben eine Toilette mit Dusch- oder Wannenbad in der abgeschlossenen Wohnung. Die Aussicht ist, wenn, dann nur ein wenig verbaut. Und Kino nutzen alle bereits im „Living room“, brauchen den Weg zu einer öffentlichen Aufführung nur, wenn sie es großformatig z. B. als „public viewing” festivalartig wollen. An die See oder in die Berge fahren Millionen, manche mehrmals im Jahr. Einige sogar nach „Übersee“…

Ge – wohn - heiten:
In unserem Lande hat sich in den vergangenen 86 Jahren, seit damals Tucholsky persiflierend die Wunschwelt seiner Zeitgenossen, die Illusionen der Masse also, nachempfunden hat, heftig verändert.
Man kann die Fakten im Einzelnen gar nicht aufzählen, weil es eine aufgedunsene und deshalb langweilige Liste würde, für die uns die Zeit fehlt...(Aha!).
Kaum etwas könnte ein Mensch mit den Augen von 1927 in unserer modernen, europäischen, bequemen Welt so noch vorfinden, wie es früher einmal war.


Ein Beispiel: Viele von uns fahren oder fliegen in der schönsten mitteleuropäischen Jahreszeit mit TUI in fremde Länder, obwohl es sich hier bei uns gerade im Sommer recht gut aushalten ließe... Verrückte Ge- wohn- heit. . Sind das die bösen Folgen von Reisemarketing pur?
Deutsche Reisewirklichkeit:


Buchen auch sie dieses Jahr frühzeitig. So werden sie 2013 voll geil glücklich: Weil sie als ein happy „Früh-Sommer-Bucher“ auf eigenen Balkon oder Garten gut und gern mal für ein paar sommerliche Wochen verzichten können. Beides brauchen wir im Winter ohnehin nicht! Dadurch ersparen sich die Verbraucher z. B. einen teuren Verandaschirm. Der ist im Winter nicht erforderlich und in den sonnenreichen Sommermonaten sind wir doch gar nicht hier sondern im Süden unterwegs…
Für uns gilt das moderne Bekenntnis:
Wir sind schließlich nicht blöd und bleiben im Sommer zu Hause. Bei der Wärme hier… Wer sollte das aushalten! Manche Wertpunktesammler fragen trotzdem noch, warum das alles? Einfache Antwort: Des Umsatzes und manche sagen sogar der Arbeitsplätze wegen.
Mein Gott…kapiert denn keiner unsere moderne Wirtschaft?
© Karl Wilhelm Goebel
Mittwoch, 2. Januar 2013

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Sonntag, 30. Dezember 2012
Sylvester 2012 - Neujahr 2013


Einen fröhlichen Übergang ins neue Jahr,
Gesundheit,
schöne Erlebnisse,
eine friedliche Welt,
wunderbare Erkenntnisse,
persönliche Zufriedenheit und
was Sie sich und Ihren Lieben
sonst noch wünschen...

Karl Wilhelm Goebel

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Donnerstag, 27. Dezember 2012
Schon im alten Jahr, nicht nur auf Sylt oder in der Karibik:
Frauen hier:
Vor einigen Wochen sah ich sie erneut schon aus der Ferne, nicht am Seeufer gegenüber, auch nicht ab und zu verborgen hinter vorbeisausenden größeren oder kleineren Autos auf der anderen Straßenseite, sondern bei unserem ALDI, neben dem Grandhotel Kokenhof, in einer der hinteren Regalreihen, wo ich ihre schlichte Barbipuppenfrisur aus mehreren Blondtönen oberhalb der Warengänge zuerst entdeckte. Ihr hübsches, offenes Gesicht mal nach links gewendet, dann nach rechts, aufmerksam suchend, dynamisch beweglich im Ganzen, beobachtete ich voller Faszination. Endlich sah ich auch ihre so wunderbar schmale Taille... Beim Durchqueren des Ganges wurde ihr Körper gänzlich bis zu den Füßen sichtbar. Ihre schlanken Beine steckten heute wiederum in einer für sie typischen, sehr engen, jeansartigen Hose. Ihre super Jungmädchenfigur beeindruckt, weckt vermutlich Neid. Ihre Füße, bequem in Stiefeln auf mittelhohem Absatz.
Diese Kleidung ist fast so was wie eine Lieblingsuniform, die sie wahrscheinlich in Erinnerung an ein Erlebnis immer wieder bevorzugt als Auswahl treffen lässt. Der farblich unauffällige Stil hat mit ihrer Persönlichkeit zu tun. Ihr Selbstbewusstsein ist bestimmt sehr ausgeprägt. Es kam mir vor, als tänzelte sie, jedenfalls war sie, wie immer, sehr anmutig auf ihren Beinen unterwegs. Federleicht, beschwingt. Ich wünschte mir so sehr, ich sähe mal diese schön geformten Beine, doch sie trägt wohl immer Hosenhüllen und sans culotte zählt nicht zu ihren Fantasien.
Jeanshosen bieten aber auch wirklich allen Frauen einen Schutz. Ob das ein Hintergrund sein könnte? Man(n) muss sich nur vorstellen, wie viel Vertrauen eine Frau aufbringt, will sie sich etwa im kurzen Röckchen in der Nähe von Männern bewegen...Es wäre beinahe wie eine Verlockung, was ich mir bisher gar nicht so bewusst gemacht hatte...
Aus meiner Sicht deute ich ihre Kleidung, die einen jugendlichen Stil aufweist, aber doch kategorisch wirkt, als den Wunsch nach Norm, Form, Sicherheit, Stabilität zugleich als jugendlichen Akzent, der wohl sagen soll: Nicht wie meine Mutter...
Sie muss eine ernsthafte Frau sein, denn da fehlt ein wenig das Spielerische, das Kindische. Sie unterstreicht stattdessen ihre Verantwortungsempfindung. Sie ist vielleicht eine zwei- oder gar mehrfache Mutter, doch eine jung Gebliebene.
Und schlagartig frage ich mich, was mich seit Jahren „reitet“, dieser attraktiven Frau, wo immer ich sie sehe, unauffällig, klar, hinterher zu gaffen. Es ist ihr mädchenhafter Körper, der überaus appetitlich „sendet“. Die Anthropologin Helen Fisher, das berichtet Richard David Precht in „Liebe“,
zerlegt die Empfindungen in drei emotionelle Komponenten: Lust, Anziehung und Verbundenheit.
Lassen wir das beiseite und folgen wir Precht mit seiner Ursachensuche, warum wir gerade diese Person liebens-„würdig“ finden, dann scheinen mehrere Sinne beteiligt zu sein. Die körperliche Attraktivität, ja, wird hier von mir gerade beschrieben, weil sie sich „elegant und geschmeidig“ bewegt, auch das scheint gegeben und weil sie eine wohlklingende Stimme hat, was ich bejahen kann, ihr Duft blieb mir noch verborgen.
Sehen wir Männer unsere „Zielperson“ – und das ist – heimlich - diese Frau seit Jahren – dann erhöht sich unsere Aufmerksamkeit...Stimmt. Uns wird heiß, eine innere Unruhe überkommt uns. Das liegt an der Aufgabe des Botenstoffes Dopamin, alles vorzubereiten. Bei uns Männern wird Testosteron auf den Weg geschickt...
Mann, ich sag es mal öffentlich: Das Leben in einer Kleinstadt kann verdammt aufregend sein. Und erst recht 2013! Glauben Sie es.
Eine Warnung sei jedoch noch angefügt: Wer sich in eine Überirdische verliebt, könnte zur Einsamkeit verdammt sein. So hat leider Alles seinen Preis.
Ihr „Wege“-Tarier
27. Dezember 2012

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Freitag, 21. Dezember 2012
Frohe Weihnacht 2012 für Alle!

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